Johanna de Silva

Mein erster Kaiserschnitt (nicht meiner)

Am ersten Ferientag, in den letzten Sommerferien, wollten meine Mutter und ich in die Stadt fahren um Sachen für den Urlaub zu kaufen. Da sie aber noch etwas im Büro, in ihrer Abteilung im Krankenhaus nachtragen musste, bin ich einfach mit gekommen, sonst wäre es zu spät geworden .

Als wir im Krankenhaus angekommen waren, haben wir uns in der Umkleide so komische Krankenhauskleidung ( OP- Kleidung) angezogen.

Meine Mutter war gerade mit ihrer Arbeit  fertig geworden, als eine Kollegin zu ihr kam und fragte , ob sie ihr kurz helfen könne , weil  jetzt eine Frau zum Kaiserschnitt käme  und es sich nicht lohnen würde  jemanden für eine viertel Stunde an die Arbeit zu holen.  Meine Mutter ging mit ihr und kam nach 2 Minuten wieder, um mich zu fragen, ob ich bei einem Kaiserschnitt zuschauen möchte, natürlich sagte ich ja. Eine Minute später saß ich mit einem Mundschutz, durch den man kaum atmen konnte, in der Ecke vom OP-raum von wo ich eine gute Aussicht auf den OP Tisch hatte.

Die Hebamme fragte das Ehepaar ob ich zuschauen dürfte, die Frau sagte Ja aber ich glaube es war ihr alles egal, Hauptsache sie konnten bald ihr Kind im Arm halten.

Meine Mutter half schnell  bei einer anderen OP und ließ mich mit den anderen Kolleginnen, Hebamme und Operateuren alleine.

Es war total spannend, und als das Baby rausgeholt wurde, sah es aus als wäre  es aus dem  Film Avatar. Nachdem das Baby auf die Säuglingsstation gebracht wurde, wurde die Gebärmutter angehoben und ich dachte das die da noch ein Baby raus holen wollten, aber die Gebärmutter sollte bloß zugenäht werden .

Als die Geburt gut überstanden war, wartete  meine Mutter schon im Flur auf mich.

Sie fragte mich ob wir dann mal los wollten, aber ich sagte ihr, das so ein Kaiserschnitt schon ganz schön anstrengend wäre, und deshalb haben wir noch ein Eis in der Cafeteria gegessen und sind dann nach Hause gefahren

Das war das schöne Erlebnis von mir Johanna de Silva